Besucherinformationen

Rundgang

Das Technische Museum finden Sie an der 
Lindenauer Straße 22, in 08289 Schneeberg- Neustädtel

unmittelbar unterhalb des Unteren Lindenauer Teiches. 

Die Führung dauert cirka 60 Minuten. Die wiedererrichtete Technik wird dabei in Funktion vorgeführt. Eingeschlossen werden kann ein Besuch der Abzugsrösche des Turbinenschachtes der Fundgrube "Gesellschaft" (cirka 30 Minuten zusätzlich). 

An dieser Stelle bieten wir Ihnen einen kurzen Blick in 
das Pochwerk und in die Gesellschafter Turbinenrösche. 

Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten finden Sie unter www.schneeberg.de

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Rundgang im Pochwerk
Unterer Lindenauer Teich

Er diente neben dem Filzteich als Wasserreservoir für die Antriebsanlagen der Schneeberger Gruben. Bis weit in das 19.Jahrhundert hinein war Wasserkraft die vorherrschende Energiequelle im sächsischen Bergbau. Erst der Eisenbahnbau machte den Antransport von Steinkohle und damit die Dampfkraft rentabel. 

Radstube

Das Pochwerk verfügte ursprünglich über zwei Wasserräder. Die Radstube an der Vorderseite des Gebäudes steht heute leer. 

Wasserrad

Dieses Rad treibt heute noch die vorgeführte Technik an.  

Daumenwelle

Sie war das Herzstück des Pochwerks und hob die Pochstempel zum Zerkleinern des Roherzes rhythmisch an. Um die Belastung der hölzernen Konstruktion zu reduzieren, sind die "Daumen" so versetzt angeordnet, daß immer nur zwei Stempel angehoben werden. Insgesamt arbeiten hier sechs Pochstempel. 

ausgediente Pochschuhe

Obwohl die Pochstempel mit eisernen "Pochschuhen" verstärkt sind, halten sie das ständige Schlagen auf hartes Gestein nicht lange aus. Dieser Granitblock, der als Unterlage diente, weist bereits tiefe Einmuldungen auf und die eisernen Schuhe sind bereits stark abgerundet. Sie wurden regelmäßig ausgewechselt und während der Rekonstruktion der Anlage wiedergefunden. 

Verschiedene Herde 

Das den Goldwäschern und Zinnseiffnern abgeschauten Anreicherungsverfahren wurde zunächst nur auf unbeweglichen "Tischen" durchgeführt. 

Langstoßherd

Der "Langstoßherd" ist ein mechanisch angetriebener Waschtisch. 

Ähnliche Anlagen gibt es im Erzgebirge nur noch in Altenberg (Wäsche IV im Altenberger Bergbaumuseum) und in Antonsthal ("Silberwäsche") in Funktion zu sehen. 

Balkenverzahnung an der Kobaltkammer

Die Kobaltkammer ist das älteste Gebäude des Pochwerks, ist als Balkenblockhaus errichtet und diente wohl ursprünglich als Scheidebank. Fachkundige Heimwerker und fahrende Zimmerleute wird die solide Handwerkskunst der Altvorderen erfreuen. 

Scheidebank

Als Scheidebank ist die Kobaltkammer heute auch wieder eingerichtet. Während des Pochwerksbetriebes diente sie als Lagerraum für das fertig aufbereitete Kobalterz. 

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Befahrung der Turbinenrösche
Halde der Fdgr. Gesellschaft und Mundloch der Abzugsrösche vom Turbinenschacht oberhalb des Pochwerkes

Die Abzugsrösche der Gesellschafter Turbine ist in den Siebenschlehner Wasserlauf eingebunden. Das hier ablaufende Wasser trieb weiter unterhalb das Pochwerk an. Auch danach konnte es über eine tiefer liegende Rösche unter dem Pochwerk zurück in die Bergwerke geleitet werden, wo es bis auf das Niveau des Tiefen Markus Semmler Stollns weitere Wasserräder antrieb. 

Gewölbemauerung in der Abzugsrösche

Bedeutsame Grubenbaue - wie die Röschen der Antriebswasserversorgung - mußten immer gängig sein und wurden daher besonders gesichert. Wo es in brüchigem Fels nötig war, wurde auch Gewölbemauerung eingebaut. 

Holzausbau in der Abzugsrösche

In "normalen" Grubenbauen wurde zumeist nur Holzausbau eingesetzt. In vielen Abschnitten ist das durch die Hitze des nahen Granites metamorph beeinflußte Gestein so standfest, daß gar kein Ausbau benötigt wird, um Bergleute - oder heute Besucher - vor Steinschlägen zu schützen. 

Jahrestafel 1854 und Quartalswinkel (Gedingezeichen) am Schacht

Zur Abrechnung der Bergmannsarbeit und zur Vermessung der Grubenbaue dienten die Jahrestafeln und Gedingezeichen. Die Turbinenrösche wurde 1854 fertiggestellt. 

Stehende Welle im Turbinenschacht 

Ihren Namen bekam dieser Stolln nach der hier im Jahr 1854 eingebauten SCHWAMKRUG- Turbine. Turbinen haben bei höherer Drehzahl eine größere Leistung und kommen mit geringerem Platzbedarf untertage aus. Sie setzten sich in verschiedenen Konstruktionsvarianten im 19.Jahrhundert gegenüber dem Wasserrad durch.  

Der Turbinenschacht ist hier 26 m tief. Die Rösche besitzt bis hierher eine Länge von 214 m. Der eigentliche Hauptschacht hatte eine Tiefe von rund 360 m erreicht. 

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