Lage des Markus-Semmler-Stollns

Die nebenstehende Karte zeigt Ihnen den Verlauf des Stollns und die wichtigsten angeschlagenen Gruben.

Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten des Schachts 15IIb finden Sie unter www.besucherbergwerke-westerzgebirge.de:

Das 1841 angelegte Mundloch des Stollns finden Sie direkt unterhalb des Bahnhofs Niederschlema. Hinter der Straßenbiegung in Richtung Ortsmitte kann man die Bahngleise in Richtung des geplanten "Ökoparks Schlematal" unterqueren. Das Mundloch liegt etwas versteckt linkerhand hinter der Unterführung. 
 

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Kaue am Lichtloch 9A Auch etwas versteckt hinter der Häuserreihe in Niederschlema am nördlichen Talhang steht die während der Sanierung des Stollns 1994 neu errichtete Kaue über dem Lichtloch 9. An dieser Stelle liegt der Stolln 13,4 m unter der Oberfläche. 

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Kaue am Lichtloch 12A In der gleichen Bauweise ist direkt neben der Straße von Niederschlema nach Schneeberg das Lichtloch 12A zu finden, das als Ersatz für das nicht mehr nutzbare Lichtloch 12 neu angelegt wurde. Hier an dieser Stelle liegt der Stolln bereits 19,9 m untertage.

Diese "Lichtlöcher" sind kleine Schächte, von denen ausgehend der Stolln im Gegenortbetrieb aufgefahren wurde. Dadurch konnten entschieden mehr Bergleute gleichzeitig an der Fertigstellung des wichtigen Wasserbauwerkes arbeiten. Insgesamt besaß der Stolln im Unteren Revier 16 Lichtlöcher. 

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Das Lichtloch 14A wurde während der Sanierung als Zugang zum Stolln genutzt. Durch den intensiven Uranerz-Abbau zwischen 1946 und 1960 war das frühere Stadtzentrum von Oberschlema völlig unterhöhlt und es kam zu großflächigen Senkungen um bis zu sieben Meter. 
Während der Sanierung 1995 auf dem Marcus-Semmler-Stolln In diesem Bereich mußte der Stolln daher aufwendig wieder hergerichtet werden, um die Wasserableitung und den Abzug Radon enthaltender Wetter aus dem Untergrund Schneebergs wieder möglich zu machen. Der Stolln hat hier bereits eine Tiefe von etwa 34 m unter Gelände erreicht.

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Hier liegt der Stolln heute 49,3 m unter Gelände. Das kleine Schutzhaus über dem Lichtloch wurde 1994 wieder in seiner ursprünglichen Gestalt errichtet. Am Lichtloch 15 befand sich ab 1929 ein "Ausschank", an dem die Kurgäste des Radiumbades Oberschlema Radon enthaltendes Wasser für Trinkkuren erhielten. 
Es entstammte einer starken, unterirdischen Quelle am sogenannten "Radiumort" - einem nördlichen Seitenflügel des Stollns - und wurde über eine gußeiserne Rohrleitung nach übertage gepumpt. 

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Schacht 15IIb während der Sanierung 1995 Der Schacht 15 II b war einer der ersten, den die damalige SAG Wismut bereits 1946 wieder in Betrieb nahm. Nur noch als rostiger Zweckbau war das kleine Fördergerüst erhalten und wäre beinahe dem Abriß zum Opfer gefallen. 

 

Inzwischen ist er in seiner ursprünglichen Gestalt mit der Holzverkleidung wieder erstanden. An dieser Stelle können heute die Besucher des Bergwerkes im Förderkorb etwa 40 m bis auf den Markus-Semmler-Stolln hinab einfahren. 

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Huthaus des M.-Semmler-Stollns 1995 Wenige Schritte weiter am Zechenplatz steht ein unscheinbares, altes Fachwerkhaus. Es ist das Huthaus der Stollngewerkschaft des "Unteren Reviers". 

Es wurde 1995 denkmalgerecht restauriert und wird heute als Traditionsgaststätte "Huthaus" bewirtschaftet. 

Roter Felsenstolln unter dem Roten Kamm Hier an dieser Stelle findet sich auch der Ausbiß des "Roten Kamms" - einer gewaltigen, von Nordwest nach Südost streichenden tektonischen Verwerfung. Topographisch wird sie hier durch einen schwarzrot aus dem Talhang hervorragenden Härtling markiert - ein Quarz-Eisensteingang. 

Unterhalb liegt das Mundloch eines alten Stollns, des "Roten Felsenstollns". Der Schlußstein der Überwölbung des Mundlochs trägt die Jahreszahl 1451. 

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Vom Schacht 15 II b aus verzweigt sich der Stolln. Ein Flügel verläuft geradeaus weiter zum König David Schacht. Ein zweiter Flügel verläuft annähernd parallel zum Fürstenstolln und verbindet Bleizeche, Kornzeche und Stadtberg. 

Wegen Sanierungsarbeiten am Stolln war von 2005 bis 2008 der Kornzecher Schacht geöffnet. Das Schachtgebäude fällt direkt neben am Casinoberg ins Auge. 

Im Fürstenstollnniveau finden sich an der Kornzeche noch Überreste einer Wassersäulenmaschine. Dabei handelt es sich um eine langsam arbeitende Antriebsmaschine für Pumpengestänge. Das Wirkprinzip ist einer "umgekehrten" Wasserpumpe vergleichbar: Durch Ventile gesteuert, hebt der Wasserdruck einen Arbeitszylinder und damit die Pumpengestänge an. Am Scheitelpunkt öffnen die Ablaßventile und das Eigengewicht der Gestänge drückt den Arbeitszylinder wieder nach unten. Gegenüber Wasserrädern zeichneten sich diese Antriebsmaschinen durch besonders wenig Platzbedarf aus. Da sie mit erheblichem Überdruck arbeiten, konnten sie sich jedoch erst mit der Verwendung gußeiserner Druckrohre im Bergbau ausbreiten. 
Die zahlreichen alten Gruben im Stadtgebiet und insbesondere die intensiv abgebaute "Große Wand" unter dem Stadtberg wurden vom Davider Stollnflügel aus durch den Georger Stollnflügel umfahren. Mehrere Querschläge im Bereich flach streichender Erzgänge verbinden beide Stollnflügel miteinander. 

Auch der Georger Stollnflügel kreuzt mehrere Erzgänge, die zum Beispiel hier am Greif-Schacht auch direkt über dem Stolln abgebaut wurden. 

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Die Abbauhohlräume über dem Stolln und Steinfallgefährdete Stollnabschnitte wurden durch oft sehenswerte Gewölbemauerungen gesichert. Entsprechend der jeweiligen geologischen Situation finden sich sowohl komplett oval ausgemauerte Abschnitte, als auch verschiedene und oft asymmetrisch angepaßte Firstgewölbe. In einigen Abschnitten erreichen sie bis zu sechs Meter Spannweite. 
Hier am Alten Weißen Hirsch Tagesschacht kam der Stollnflügel im Jahr 1719 ein. Über den "Coburger Flügel" ist der Stolln hier auch mit dem Weißen Hirsch Kunst- & Treibeschacht verbunden. 

Am Schacht Weißer Hirsch liegt er nun bereits über 80 Meter tief, am Wolfgangsmaßener Schacht werden 175 Meter und in Siebenschlehn  202 Meter Tiefe ereicht. 1943 wird die Gesamtlänge des Stollns und der Querschläge zwischen den Schächten im "Oberen Revier" mit  43,9 Kilometern (!) angegeben. 

 

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